MII Implementierungsleitfaden Kerndatensatz-Modul Molekulargenetischer Befundbericht
2027.0.0-ballot.1 -
Germany
MII IG Kerndatensatz-Modul Molekulargenetischer Befundbericht - Downloaded Version 2027.0.0-ballot.1 See the Directory of published versions
Diese Seite enthält Übersetzungen aus der Originalsprache, in der der Leitfaden verfasst wurde. Informationen zu diesen Übersetzungen und Anweisungen zum Abgeben von Feedback zu den Übersetzungen finden Sie hier.
Mit Version 2026.0.0 ist dieses Modul von Clinical Genomics Reporting STU2 auf STU3 umgestiegen. Diese Seite sagt, was sich geändert hat und wie Bestandsdaten überführt werden. Sie richtet sich an Standorte, die bereits Daten gegen die 2025er-Linie erzeugen.
Hier stehen bewusst keine StructureMaps. Die Datenintegration eines Datenintegrationszentrums läuft über eigene ETL-Strecken, und eine FHIR-Mapping-Engine gehört selten dazu. Eine StructureMap würde eine Transformation beschreiben, die die meisten Standorte gar nicht ausführen könnten. Stattdessen steht die Abbildung hier deklarativ — umsetzbar in der Technologie, die eure Strecke ohnehin verwendet.
| Profil | STU2 | STU3 |
|---|---|---|
| UntersuchteRegion | …/StructureDefinition/region-studied |
entfallen — siehe GenomicStudy unten |
| ErgebnisZusammenfassung | eigene Observation | entfallen — geht in DiagnosticReport.conclusionCode auf |
| Variante | …/variant |
…/variant — Basis unverändert, Komponenten umbenannt |
| Mikrosatelliteninstabilität | direkt von Observation |
über MII_PR_MolGen_MolekularerBiomarker |
| Mutationslast | direkt von Observation |
über MII_PR_MolGen_MolekularerBiomarker |
| MolekulareKonsequenz | — | neu, von …/molecular-consequence |
| GenomicStudy | — | neu, von …/genomic-study (eine Procedure) |
| GenomicStudyAnalysis | — | neu, von …/genomic-study-analysis (eine Procedure) |
Zu den zwei Stufen bei den Biomarkern: MSI und Mutationslast erben nicht direkt vom
STU3-Profil molecular-biomarker. Sie erben von MII_PR_MolGen_MolekularerBiomarker
dieses Moduls, und dieses erbt von STU3. Praktisch ist die Folge dieselbe — siehe die
Kategorie-Anforderung unten —, aber eine Profilbindung gegen das STU3-Canonical greift
nicht.
Die Slice-Namen haben sich geändert; in einer Instanz erkennt man eine Komponente am
code, deshalb bleibt das meiste in den Daten unsichtbar:
| Komponente | LOINC | Was sich geändert hat |
|---|---|---|
| DNA-Änderung (c.HGVS) | 48004-6 |
unverändert |
| Transkript-Referenz | 51958-7 |
unverändert |
| Aminosäure-Änderung | 48005-3 |
unverändert |
| Art der Aminosäure-Änderung | 48006-1 |
aus dem Profil entfernt |
| Molekulare Konsequenz | verschiedene | verlagert in eine eigene MolekulareKonsequenz-Observation |
Drei Slices haben den Präfix representative- bekommen — coding-hgvs,
transcript-ref-seq und protein-hgvs. Das betrifft nur, wer Slices namentlich
referenziert, etwa in eigenen abgeleiteten Profilen oder in FHIRPath; Instanzdaten
bleiben unberührt.
Weil beide jetzt unter einem Biomarker-Profil hängen, brauchen sie neben laboratory
eine zweite category:
"category": [
{ "coding": [{ "system": "http://terminology.hl7.org/CodeSystem/observation-category",
"code": "laboratory", "display": "Laboratory" }] },
{ "coding": [{ "system": "http://hl7.org/fhir/uv/genomics-reporting/CodeSystem/tbd-codes-cs",
"code": "biomarker-category",
"display": "A characterization of a given biomarker observation." }] }
]
Auf das zweite System achten: die Biomarker-Kategorie kommt aus dem
Clinical-Genomics-tbd-codes-cs, nicht aus observation-category. STU3 fordert
beide Slices mit 1..1, eine Instanz mit nur laboratory fällt also durch die
Validierung. Das ist der häufigste Fehler beim Überführen von Daten der 2025er-Linie.
STU2 hielt die untersuchten Regionen als Komponenten einer Observation fest. STU3
ersetzt das durch ein Procedure-Paar: eine GenomicStudy, die orchestriert, und eine
oder mehrere GenomicStudyAnalysis-Schritte, die die Details tragen.
Vorher:
{
"resourceType": "Observation",
"meta": { "profile": ["…/mii-pr-molgen-untersuchte-region"] },
"component": [{
"code": { "coding": [{ "code": "48018-6" }] },
"valueCodeableConcept": { "coding": [{ "code": "HGNC:1097", "display": "BRAF" }] }
}]
}
Nachher — die untersuchte Region wandert in die Extension
genomic-study-analysis-regions eines Analyseschritts:
{
"resourceType": "Procedure",
"meta": { "profile": ["…/mii-pr-molgen-genomic-study-analysis"] },
"extension": [{
"url": ".../genomic-study-analysis-regions",
"extension": [{
"url": "studied",
"valueCodeableConcept": { "coding": [{ "code": "HGNC:1097", "display": "BRAF" }] }
}]
}]
}
Die minimal tragfähige Migration ist genau das: ein Analyseschritt je bisheriger
UntersuchteRegion, mit denselben Gen-Codes. Alles Weitere, was GenomicStudyAnalysis
bietet — Sequenzierer und Pipeline als Device, Methodentyp, Lesetiefe und Abdeckung,
Probe, Ein- und Ausgabedateien — ist optional und lohnt nur dort, wo das Quellsystem es
tatsächlich vorhält.
Zu bedenken: regions-studied ist das, womit eine Abfrage nicht gefunden von nicht
gesucht unterscheiden kann. Wenn eure STU2-Daten untersuchte Regionen festgehalten
haben, nehmt sie mit — sie wegzulassen kostet genau diese Unterscheidung.
Vorher: eine eigene Observation, referenziert aus DiagnosticReport.result.
{ "resourceType": "DiagnosticReport",
"result": [{ "reference": "Observation/ergebnis-zusammenfassung-1" }] }
{ "resourceType": "Observation", "id": "ergebnis-zusammenfassung-1",
"valueCodeableConcept": { "coding": [{ "code": "LA6576-8", "display": "Positive" }] } }
Nachher: der Code wandert an den Befund selbst, die Observation entfällt.
{ "resourceType": "DiagnosticReport",
"conclusionCode": [{ "coding": [{ "code": "LA6576-8", "display": "Positive" }] }] }
Dabei den nun ins Leere zeigenden result-Eintrag entfernen, nicht nur den
conclusionCode ergänzen.
Nur relevant, wer Slice-Namen referenziert. In den Instanzdaten ändert sich nichts, weil
Komponenten über den code identifiziert werden:
| STU2-Slice | STU3-Slice |
|---|---|
coding-hgvs |
representative-coding-hgvs |
transcript-ref-seq |
representative-transcript-ref-seq |
protein-hgvs |
representative-protein-hgvs |
Vorbereitung
untersuchte-region oder ergebnis-zusammenfassung in
meta.profile tragen — das sind die beiden, die sich nicht mechanisch überführen
lassen.Während der Migration
category bei MSI- und Mutationslast-Instanzen ergänzen.DiagnosticReport.conclusionCode überführen
und die Observation samt result-Referenz löschen.Danach
untersuchte-region,
ergebnis-zusammenfassung, region-studied —, bevor die Migration als erledigt gilt.