MII Implementation Guide Microbiology
2027.0.0-ballot2 -
Germany
MII Implementation Guide Microbiology - Local Development build (v2027.0.0-ballot2) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions
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Mikrobiologische Befunde sind die Grundlage der Infektionsdiagnostik und jeder Aussage über antimikrobielle Resistenzen. Das zentrale Dokument, das dieses Modul abbildet, ist der mikrobiologische Befund eines medizinischen Labors: der Nachweis, die Identifizierung und die Charakterisierung von Mikroorganismen und ihren Eigenschaften. Da das Modul breit anwendbar ist, gibt es keine konsortienspezifischen Szenarien vor.
Wenn Sie neu im MII-Kerndatensatz sind, empfehlen wir folgende Einstiegspunkte:
1. Logische Modelle — Modulinhalte verstehen
Die Logischen Modelle beschreiben die Daten dieses Moduls technikunabhängig auf fachlicher Ebene, verteilt über drei Modelle:
So erschließen sich Umfang und Struktur der verfügbaren Daten, ohne die FHIR-Details zu kennen. Die verwendeten Datentypen und Kardinalitäten sind nicht verbindlich; das regeln die Profile.
2. UML-Diagramme — Datenbeziehungen sichtbar machen
Die UML-Diagramme zeigen, wie die Elemente zueinander stehen. Sie helfen besonders dabei,
3. Beispiele — FHIR-Daten in der Praxis
Die Beispiele zeigen Musterressourcen, darunter eine dreistufige diagnostische Kette von der Kultur über die Identifizierung bis zur Empfindlichkeitstestung, eine Keimzahl von einer Katheterspitze, eine Grammorphologie zusammen mit ihrer Menge und einen positiven molekularen Nachweis neben dem Ct-Wert, aus dem er abgelesen wurde. Sie zeigen,
4. Fachliche Hinweise — worauf bei einer Auswertung zu achten ist
Vier Themen entscheiden darüber, ob mikrobiologische Daten richtig gelesen werden:
triggeredBy eine
ausgelöste Folgeuntersuchung, derivedFrom ein abgeleitetes Ergebnis,
hasMember ein Panel.Eine Falle sei hier ausdrücklich genannt, weil sie an der einzelnen Ressource
nicht zu sehen ist: Eine grobe mikroskopische Morphologie wie grampositives
Kokkus ist in SNOMED CT ein Organismus-Code und damit auch Mitglied des
Organismus-ValueSets, das die Identifizierung verwendet. Eine Abfrage „welche
Organismen wurden identifiziert" muss deshalb über Profil oder Untersuchungscode
filtern und nicht über value[x] allein, sonst zählt sie morphologische Gruppen
als Spezies. Die Untersuchungscodes selbst sind disjunkt; mit dem richtigen
Filter bleibt also keine Mehrdeutigkeit.