MII IG Symptom
2027.0.0-ballot - Germany

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Offizielle URL: https://www.medizininformatik-initiative.de/fhir/modul-symptom/ImplementationGuide/mii-ig-symptom Version: 2027.0.0-ballot
Active Stand: 2026-09-11 Maschinenlesbarer Name: MII_IG_Symptom

Einleitung

Die vorliegende Spezifikation beschreibt die FHIR-Repräsentation des Kerndatensatz-Moduls 'Symptom/klinischer Phänotyp' der Medizinformatik-Initative. Im Folgenden werden die Use Cases des Moduls, sowie die dazuhegörigen FHIR-Profile und Terminologie-Ressourcen in ihrer verbindlichen Form beschrieben.

Veröffentlichung  
Datum 2026-08-31
Version 2027.0.0-ballot (CalVer JJJJ.n.n)
Status active
Realm DE

Beschreibung Modul

Übersicht Modul Symptome

Das Erweiterungsmodul Symptome/klinischer Zustand ermöglicht Repräsentationen klinischer Zustände bzw. klinischer Beobachtungen, wie sie in der klinischen Dokumentation entweder als Symptome, klinische Probleme, Erkrankungen und Dispositionen oder als Befunde, Beobachtungen und Messungen angegeben sind. Dabei sollen diese zusammenfassend als Zustand (Condition) bzw. Beobachtung (Observation) repräsentiert werden. Zusammenhängende Darstellungen aus Beobachtungen und daraus abgeleiteten Interpretationen sind möglich und können hierarchisch zu komplexen Aggregaten (klinische Phänotypen) aufgebaut werden. Dieses Modul kann immer dann eingesetzt werden, wenn es keine spezifischen Repräsentationen in bereits vorhandenen dedizierten Modulen wie z. B. Diagnose oder Labor gibt oder wenn diese aus verschiedensten Gründen nicht anwendbar sind. Es ist jeweils im Kontext einer spezifischen Anwendung zu prüfen, ob dieses Erweiterungsmodul eingesetzt werden kann und soll. Innerhalb einer Condition erfolgt keine Unterscheidung zwischen Symptomen, Erkrankungen und Dispositionen, da sie schwierig und ambivalent ist und daher in der klinischen Medizin kaum eine Bedeutung hat. Die Unterscheidung zwischen Zustand (Condition) und Beobachtung (Observation) hingegen ist von praktischer Bedeutung. Charakteristisch für Observations ist, vereinfacht formuliert, die Repräsentation von Messungen oder Befragungen über Attribut-Wert- oder Frage-Antwort-Paare. Es sei an dieser Stelle auf die Beschreibung der FHIR Ressourcen Condition und Observation hingewiesen, auf die wir uns auch im Folgenden beziehen.

(Krankheits-) Zustände können von den zugrundeliegenden Beobachtungen eindeutig abgegrenzt werden: Zustände sind zusammenfassende/beurteilende Feststellungen (z. B. Anämie) oder anamnestische Auskünfte über zugrundeliegende Beobachtungen oder Messungen (Hämoglobin-Gehalt mit einem Wert/Quantität).

Zielgruppe

Dieser Implementierungsleitfaden richtet sich an:

Implementierende

Datenintegrationszentren (DIZ), Software-Entwickelnde und System-Architekt:innen, die FHIR-basierte Lösungen umsetzen.
→ siehe Profile und Logische Modelle.

Forschende

Wissenschaftler:innen, die KDS-Daten für die medizinische Forschung nutzen.
→ siehe Anleitung.

Inhalt dieses Leitfadens

  • Anleitung — Einstieg und fachliche Hinweise.
  • Konformität — die KDS-weiten Konformitätsregeln (Anforderungssprache, Must-Support, Umgang mit fehlenden Daten) pflegt zentral das Meta-Modul; die modul-spezifischen Aspekte zu Sicherheit und Datenschutz sind Teil dieses Leitfadens.
  • Profile und die weiteren Artefakt-Seiten — die technischen Artefakte.
  • Beispiele — Beispielinstanzen.
  • Abhängigkeiten — die ImplementationGuide-Ressource mit Abhängigkeitstabelle, versionsübergreifender Analyse und Urheberrechtshinweisen.

Verwandte Leitfäden

Dieses Modul ist Teil des MII-Kerndatensatzes; die weiteren KDS-Module und ihre Abhängigkeiten sind unter medizininformatik-initiative.de beschrieben.

Formale Abhängigkeiten dieses Moduls (siehe dependencies in sushi-config.yaml): das Meta-Modul (2027.0.0-ballot), die Deutschen Basisprofile (1.6.0) und HL7 Europe Base (2.0.0). Die fachlichen Bezüge zu den Modulen Diagnose, Labor und Person beschreibt die Anleitung für Implementierende.

Weitere FHIR-Implementierungsleitfäden finden Sie im offiziellen FHIR IG Registry (Quelle: FHIR/ig-registry).

Impressum

Dieser Leitfaden ist im Rahmen der Medizininformatik-Initiative erstellt wurden und unterliegt per Governance-Prozess dem Abstimmungsverfahren des Interoperabilitätsforums und der Technischen Komitees von HL7 Deutschland e. V..

Ansprechpartner

  • Martin Boeker, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München
  • Julian Saß, Berlin Institute of Health at Charité (BIH)
  • Karoline Buckow, TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V.
  • Sylvia Thun, Berlin Institute of Health (BIH), Charité Universitätsmedizin

Fragen zu der vorliegenden Publikation können unter chat.fhir.org im Stream german/mi-initiative gestellt werden.

Anmerkungen und Kritik werden in Form von Issues auf GitHub stets gern entgegengenommen.

Autoren (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Martin Boeker (Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München)
  • Karoline Buckow (TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V.)
  • Thomas Ganslandt (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Julian Saß (Berlin Institute of Health at Charité (BIH))

Copyright © 2022+: TMF e. V., Charlottenstraße 42, 10117 Berlin

Der Inhalt dieser Spezifikation ist öffentlich. Die Nachnutzungs- bzw. Veröffentlichungsansprüche sind nicht beschränkt. Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0).

Zu den Nutzungsrechten der zugrunde liegenden FHIR-Technologie siehe die FHIR-Basis-Spezifikation.

Einige verwendete Codesysteme werden von anderen Organisationen herausgegeben und gepflegt. Es gilt das Copyright der dort jeweils aufgeführten Herausgeber (Publisher).

Disclaimer

Der Inhalt dieses Dokuments ist öffentlich. Zu beachten ist, dass Teile dieses Dokuments auf FHIR Version R4 beruhen, für die das Copyright von HL7 International gilt.

  • Obwohl diese Publikation mit größter Sorgfalt erstellt wurde, können die Autoren keinerlei Haftung für direkten oder indirekten Schaden übernehmen, der durch den Inhalt dieser Spezifikation entstehen könnte.