MII IG Medikation
2027.0.0-ballot -
Germany
This page is part of the MII Implementation Guide MII IG Medikation (v2027.0.0-ballot: 2027 Ballot 2) based on FHIR (HL7® FHIR® Standard) R4. This is the current published version in its permanent home (it will always be available at this URL). For a full list of available versions, see the Directory of published versions
Diese Seite enthält Übersetzungen aus der Originalsprache, in der der Leitfaden verfasst wurde. Informationen zu diesen Übersetzungen und Anweisungen zum Abgeben von Feedback zu den Übersetzungen finden Sie hier.
Dieser Abschnitt richtet sich an Sicherheits- und Datenschutz-Fachleute. Allgemeine Anforderungen stehen in der FHIR-Kernspezifikation — Security & Privacy Module und die Security-Checkliste. Diese Seite wiederholt sie nicht; sie verlinkt den übergreifenden Datenschutzrahmen und nennt, was für dieses Modul spezifisch ist.
Das übergreifende Datenschutzkonzept der Medizininformatik-Initiative regelt, wie Patientendaten über das Netz der Datenintegrationszentren hinweg für die Forschung verarbeitet werden dürfen: die Rechtsgrundlage (der Broad Consent der MII), die Rollen der Datenintegrationszentren und der Use-&-Access-Committees sowie die standortübergreifenden Anwendungsszenarien (Machbarkeitsanfragen, verteilte Analysen, Daten- und Bioproben-Bereitstellung). Alles, was dieses Modul spezifiziert, bewegt sich innerhalb dieses Rahmens — dieser Leitfaden fügt keinen eigenen Verarbeitungszweck hinzu.
Wie Daten, die ein Datenintegrationszentrum verlassen, praktisch de-identifiziert werden, spezifiziert DIMP (De-Identification — Minimisation — Pseudonymisation) in der Dokumentation des Datenportals: direkte Identifikatoren werden entfernt, vom genehmigten Projekt nicht benötigte Datenelemente entfallen, und identifizierende Werte werden durch projektspezifische Pseudonyme ersetzt (FHIR-Pseudonymizer-Konfiguration). Die Profile dieses Moduls beschreiben die Daten vor Anwendung von DIMP; welche Elemente eine konkrete Datenbereitstellung erreicht, entscheidet je Projekt die DIMP-Konfiguration, nicht dieser Leitfaden.
Dies ist der eigene Beitrag des Moduls: die Sicherheits- und Datenschutz-Eigenschaften, die aus der Art der Daten dieses Moduls folgen. Der Inhalt dieses Abschnitts ist optional — nicht jedes Modul hat eigene Aspekte. Hat Ihres keine, besteht der gesamte Abschnitt aus dem folgenden Standardtext (löschen Sie die Beispiel- und TODO-Boxen unten und übernehmen Sie ihn wörtlich):
Abschnitt 3 ist bei der Migration neu geschrieben worden. Der Simplifier-Guide hatte keine Sicherheits- und Datenschutzseite; die genannten Aspekte leiten sich aus den Datenkategorien ab, die dieses Modul führt. Fachlich zu prüfen.
Medikationsdaten werfen über den übergreifenden Rahmen hinaus eigene Aspekte auf, weil sie mittelbar auf Diagnosen schließen lassen. Ein Wirkstoff ist häufig für eine Indikation spezifisch; die Verordnung eines antiretroviralen Präparats, eines Neuroleptikums oder eines Zytostatikums offenbart die zugrundeliegende Erkrankung auch dann, wenn keine Diagnose übermittelt wird. Diese Inferenz überlebt eine Pseudonymisierung, weil sie nicht an Identifikatoren hängt, sondern am Inhalt.
Vier Punkte folgen daraus für dieses Modul:
Dosage.text ist ein Freitextfeld. Es kann unbeabsichtigt identifizierende Angaben enthalten — Namen, Stationsbezeichnungen, Bemerkungen aus der Verlaufsdokumentation. DIMP entfernt sie nicht automatisch; Freitextfelder sind vor der Bereitstellung gesondert zu betrachten.Über diese Aspekte hinaus stellt das Modul keine eigenen Sicherheits- oder Datenschutzanforderungen an Implementierende; es gelten das übergreifende Datenschutzkonzept und DIMP wie oben beschrieben.