MII Implementation Guide Microbiology
2027.0.0-ballot2 - Germany

MII Implementation Guide Microbiology - Local Development build (v2027.0.0-ballot2) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions

Sicherheit und Datenschutz

Diese Seite enthält Übersetzungen aus der Originalsprache, in der der Leitfaden verfasst wurde. Informationen zu diesen Übersetzungen und Anweisungen zum Abgeben von Feedback zu den Übersetzungen finden Sie hier.

Dieser Abschnitt richtet sich an Sicherheits- und Datenschutz-Fachleute. Allgemeine Anforderungen stehen in der FHIR-Kernspezifikation — Security & Privacy Module und die Security-Checkliste. Diese Seite wiederholt sie nicht; sie verlinkt den übergreifenden Datenschutzrahmen und nennt, was für dieses Modul spezifisch ist.

1. Das übergreifende Datenschutzkonzept

Das übergreifende Datenschutzkonzept der Medizininformatik-Initiative regelt, wie Patientendaten über das Netz der Datenintegrationszentren hinweg für die Forschung verarbeitet werden dürfen: die Rechtsgrundlage (der Broad Consent der MII), die Rollen der Datenintegrationszentren und der Use-&-Access-Committees sowie die standortübergreifenden Anwendungsszenarien (Machbarkeitsanfragen, verteilte Analysen, Daten- und Bioproben-Bereitstellung). Alles, was dieses Modul spezifiziert, bewegt sich innerhalb dieses Rahmens — dieser Leitfaden fügt keinen eigenen Verarbeitungszweck hinzu.

2. De-Identifikation, Minimierung und Pseudonymisierung (DIMP)

Wie Daten, die ein Datenintegrationszentrum verlassen, praktisch de-identifiziert werden, spezifiziert DIMP (De-Identification — Minimisation — Pseudonymisation) in der Dokumentation des Datenportals: direkte Identifikatoren werden entfernt, vom genehmigten Projekt nicht benötigte Datenelemente entfallen, und identifizierende Werte werden durch projektspezifische Pseudonyme ersetzt (FHIR-Pseudonymizer-Konfiguration). Die Profile dieses Moduls beschreiben die Daten vor Anwendung von DIMP; welche Elemente eine konkrete Datenbereitstellung erreicht, entscheidet je Projekt die DIMP-Konfiguration, nicht dieser Leitfaden.

3. Modul-spezifische Aspekte

Drei Eigenschaften mikrobiologischer Befunde sind diesem Modul eigen.

Ein Befund ist sensibel ohne Diagnose. Der Untersuchungscode benennt das Ziel: Ein HIV-, Tuberkulose- oder Hepatitis-Ergebnis ist aus Observation.code ablesbar, auch wenn keine Condition existiert. Zugriffsregeln, die an Diagnosen anknüpfen, sehen ihn nicht.

Der Kolonisationsstatus überdauert den Behandlungsfall. MRSA, VRE, LRE, LVRE und die MRGN-Klassen beschreiben die Person statt des Kontakts und steuern Isolierungs- und Aufnahmeentscheidungen — modelliert sind sie als gewöhnliche Observations, denen dieses Gewicht nicht anzusehen ist.

Die IfSG-Meldepflicht läuft anderswo. Ein Teil der hier abbildbaren Erreger ist nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Diese Pflicht wird über demis erfüllt; der Empfang dieser Ressourcen zu Forschungszwecken erfüllt sie weder noch ersetzt er sie. Dieses Modul definiert keinen Meldeworkflow und keinen Meldestatus.