MII IG PRO
2027.0.0-ballot.1 - Germany

This page is part of the MII Implementation Guide PRO (v2027.0.0-ballot.1: 2027 Ballot 5) based on FHIR (HL7® FHIR® Standard) R4. This is the current published version in its permanent home (it will always be available at this URL). For a full list of available versions, see the Directory of published versions

Security and Privacy

Diese Seite enthält Übersetzungen aus der Originalsprache, in der der Leitfaden verfasst wurde. Informationen zu diesen Übersetzungen und Anweisungen zum Abgeben von Feedback zu den Übersetzungen finden Sie hier.

Dieser Abschnitt richtet sich an Sicherheits- und Datenschutz-Fachleute. Allgemeine Anforderungen stehen in der FHIR-Kernspezifikation — Security & Privacy Module und die Security-Checkliste. Diese Seite wiederholt sie nicht; sie verlinkt den übergreifenden Datenschutzrahmen und nennt, was für dieses Modul spezifisch ist.

1. Das übergreifende Datenschutzkonzept

Das übergreifende Datenschutzkonzept der Medizininformatik-Initiative regelt, wie Patientendaten über das Netz der Datenintegrationszentren hinweg für die Forschung verarbeitet werden dürfen: die Rechtsgrundlage (der Broad Consent der MII), die Rollen der Datenintegrationszentren und der Use-&-Access-Committees sowie die standortübergreifenden Anwendungsszenarien (Machbarkeitsanfragen, verteilte Analysen, Daten- und Bioproben-Bereitstellung). Alles, was dieses Modul spezifiziert, bewegt sich innerhalb dieses Rahmens — dieser Leitfaden fügt keinen eigenen Verarbeitungszweck hinzu.

2. De-Identifikation, Minimierung und Pseudonymisierung (DIMP)

Wie Daten, die ein Datenintegrationszentrum verlassen, praktisch de-identifiziert werden, spezifiziert DIMP (De-Identification — Minimisation — Pseudonymisation) in der Dokumentation des Datenportals: direkte Identifikatoren werden entfernt, vom genehmigten Projekt nicht benötigte Datenelemente entfallen, und identifizierende Werte werden durch projektspezifische Pseudonyme ersetzt (FHIR-Pseudonymizer-Konfiguration). Die Profile dieses Moduls beschreiben die Daten vor Anwendung von DIMP; welche Elemente eine konkrete Datenbereitstellung erreicht, entscheidet je Projekt die DIMP-Konfiguration, nicht dieser Leitfaden.

3. Modul-spezifische Aspekte

Patient-berichtete Outcomes sind direkte Selbstauskünfte — das prägt die eigenen Aspekte dieses Moduls:

  • Sensible Inhaltskategorien. Die meisten implementierten Instrumente screenen psychische Gesundheit (PHQ-9, BDI-II, DASS-21, EPDS, HADS, …). Einzelantworten können so sensibel sein wie Scores — insbesondere PHQ-9 Item 9 (Suizidalität). Systeme SOLLEN rohe QuestionnaireResponses mit demselben Zugriffsschutz behandeln wie Diagnosen, nicht als bloße Umfragedaten.
  • Freitext-Antworten. Instrumente mit offenen Textfeldern (MIDOS2-Freitext, Bemerkungsitems) können direkt identifizierende Angaben enthalten, die Patientinnen und Patienten selbst eingetragen haben. Pseudonymisierung auf Profilebene deckt das nicht ab; Datenausleitungen MÜSSEN Freitext-Antworten als potenziell identifizierend behandeln und ausschließen oder manuell kuratieren.
  • Scores sind abgeleitete Daten. Eine Score-Observation ohne ihre Quell-Response verrät weniger als die Response; braucht ein Projekt nur Scores, ist die Ausleitung allein der Score-Observations die datenminimierende Option, die DIMP durchsetzen kann.

Darüber hinaus stellt das Modul keine zusätzlichen Sicherheitsanforderungen; der übergreifende Rahmen oben gilt unverändert.