MII IG Kerndatensatz-Modul Onkologie
2027.0.0-ballot.1 -
Germany
This page is part of the MII IG Kerndatensatz-Modul Onkologie (v2027.0.0-ballot.1: Release) based on FHIR (HL7® FHIR® Standard) R4. This is the current published version in its permanent home (it will always be available at this URL). For a full list of available versions, see the Directory of published versions
Diese Seite enthält Übersetzungen aus der Originalsprache, in der der Leitfaden verfasst wurde. Informationen zu diesen Übersetzungen und Anweisungen zum Abgeben von Feedback zu den Übersetzungen finden Sie hier.
Diese Seite beschreibt die im Modul Onkologie verwendeten Terminologien und
Code-Systeme. Die darauf aufbauenden ValueSets sind auf der Seite
Value Sets beschrieben; die vollständige Liste der vom Modul
selbst definierten CodeSystems (Namenskonvention MII_CS_Onko_<Name>) wird auf
den Artefakt-Seiten automatisch generiert.
Wichtig: CodeSystem-Ressourcen externer Terminologien (z. B. ICD-10-GM, OPS, SNOMED CT) werden nicht in diesem Modul publiziert; sie werden über den zentralen KDS-Terminologiedienst (SU-TermServ) bezogen: https://mii-termserv.de/.
Die International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM) wird für die Beschreibung der Primärdiagnose, für Vorerkrankungen und für die Kodierung der Todesursache verwendet. Das BfArM gibt die ICD-10-GM jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus; die aktuelle Version ist auf der BfArM-Seite verfügbar.
Hinweis: Im oBDS ist eine Todesursachenmeldung mittels ICD-10-GM vorgesehen. Laut BfArM soll eine Todesursache mit ICD-10-WHO kodiert werden. Das KDS-Modul Onkologie folgt hier den Vorgaben des oBDS und kodiert mit ICD-10-GM.
Die Lokalisation des Primärtumors wird über die ICD-O-3-Topographie kodiert, die morphologische Beschaffenheit über die ICD-O-3-Morphologie. Das BfArM gibt die ICD-O-3 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus (BfArM-Seite).
Zu den Revisionsständen (Erste Revision 2014 / Zweite Revision 2019), deren Auswirkungen auf die Validierung, der Überleitung von Bestandsdaten und dem Ausblick auf die ICD-O-4 siehe die eigene Seite ICD-O — Revisionen und Validierung.
Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) kodiert operative Prozeduren, die im Rahmen der onkologischen Diagnostik und Therapie durchgeführt werden (BfArM-Seite).
Die Medikation wird im oBDS ursprünglich als Freitext erfasst, wobei eine Erfassung per ATC durch die Primärsysteme angeboten werden kann. In den vorliegenden FHIR-Profilen wird davon ausgegangen, dass die Medikation primär in ATC kodiert vorliegt — hauptsächlich Medikamente der systemischen Therapie (Chemo-, Hormon-, Immuntherapeutika).
Zur ATC-Governance (WHO-ATC vs. amtliche deutsche Fassung), den jahresversionierten CodeSystem-Ständen und den Transitions-ConceptMaps siehe die eigene Seite ATC — Jahresversionen und Überleitungen.
Zur Unterstützung experimenteller und neuartiger Substanzen ohne etablierten
ATC-Code ist das UNII-System der FDA integriert. UNII-Codes identifizieren
Wirkstoffe eindeutig auf molekularer Ebene und sind besonders relevant für
experimentelle Substanzen in klinischen Studien (z. B. Iberdomid,
UNII 8V66F27X44), neuartige Immunmodulatoren und Substanzen in der frühen
Entwicklungsphase. Das MedicationStatement-Profil der Systemischen Therapie
unterstützt daher die duale Kodierung mit ATC- und UNII-Codes
(UNII-Datenbank: precision.fda.gov/uniisearch,
System-URL http://fdasis.nlm.nih.gov).
Die TNM-Klassifikation maligner Tumoren ist das weltweit verwendete System für die klinische Beschreibung einer Tumorerkrankung. Die aktuelle 8. Auflage wird in Zusammenarbeit mit der Union for International Cancer Control (UICC) herausgegeben.
Die Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) werden im Nebenwirkungsprofil zur Erfassung von Nebenwirkungen der Strahlen- und Systemischen Therapie eingesetzt (ctep.cancer.gov).
SNOMED CT wird modulweit für die semantische Annotation und die oBDS-SNOMED-CT-Mappings verwendet; Lizenz- und Bezugsinformationen beim BfArM.
LOINC (Logical Observation Identifiers Names and Codes) ist ein internationales vom Regenstrief Institute herausgegebenes System zur eindeutigen Identifizierung und Kodierung medizinischer Beobachtungen, insbesondere von Laboruntersuchungen. Das BfArM ist gemäß § 355 Abs. 7 SGB V für die Weiterentwicklung von LOINC für die Belange in Deutschland zuständig (BfArM-Seite). Die internationale LOINC-Version ist unter loinc.org verfügbar; zur kuratierten Tumormarker-Codeliste siehe die Seite Tumormarker — kuratierte LOINC-Codes.
Der Unified Code for Units of Measure (UCUM) kodiert Maßeinheiten für den eindeutigen Austausch quantitativer Daten. UCUM wird seit 1999 vom Regenstrief Institute gepflegt; das BfArM stellt eine Werteliste mit UCUM-Codes für Gesundheitsanwendungen in Deutschland bereit (BfArM-Seite).
Das Medical Dictionary for Regulatory Activities (MedDRA) umfasst Pharmazeutika, Biologika, Vakzine sowie Arzneimittel/Geräte-Kombinationen und wird im Nebenwirkungsprofil verwendet (meddra.org).